Erste Schritte zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

family-with-disables-person-cutout-paper-inclusion-concept

Forderungen an eine neue Bundesregierung betreffend die Inklusion behinderter/benachteiligter SchülerInnen

Ende der teuren Zweigleisigkeit: Die Sonderschulen müssen schrittweise überflüssig werden!

Nur das entspricht dem Stand der Pädagogik und den verbindlichen Vorgaben der UN Behinderten­rechts–Konvention. Das Konzept des „spF“ ist mittelfristig durch eine Klassen-/Schulbe­zogene Ressourcenvergabe zu ersetzen. Der Übergang ist unter Einbeziehung internationaler Expert­Innen und in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen (Art 4 Abs 3 UN-BRK) zu planen und umzusetzen.

Als ersten Schritt müssen die Schulgesetze vorsehen, dass Inklusion der Regelfall ist.

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten muss systematisch gesichert werden; das besondere Wissen der Eltern muss genützt, ihre Verantwortung respektiert werden.

Die 'Befreiung vom Schulbesuch' muss neu und konventionskonform geregelt werden. Auch im Falle der 'Befreiung' muss die Schule die individuelle Förderung im Einvernehmen mit den Eltern gewährleisten (§ 15 SchulpflichtG).

Die Regelungen der „Ausbildungspflicht bis 18“ müssen hinsichtlich Inklusion evaluiert und angepasst werden.

Wir unterstützen grundsätzlich die bestehende „Bildungspflicht bis 18“. Es besteht aber die Gefahr, dass sie zu ausgrenzenden Sonderinstitutionen führt, in denen lediglich die Benachteiligten zusam­men­­kommen (Projektbericht „Ausbildung bis 18“, S 41). Alle Ergebnisse der Bildungsforschung belegen, dass ein solches „pädagogisches Setting“ die schlechtesten Bedingungen und Chancen für die betroffenen Jugendlichen bietet. 

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
Skip to content